Sicherheit · Unterwegs
Öffentliches WLAN: Worauf du im Hotspot achten solltest
Öffentliche WLANs sind oft nicht sicher: Die Verbindung zwischen deinem Gerät und dem Router ist laut BSI meist unverschlüsselt, und Kriminelle richten gezielt gefälschte Hotspots ein, um Daten abzugreifen. Seiten mit HTTPS verschlüsseln die Übertragung; für vertrauliche Daten raten BSI und österreichische Verwaltung trotzdem zu einem VPN – oder dazu, im Zweifel auf das öffentliche WLAN zu verzichten.
Was im Hotspot passieren kann
- Mitlesen: Ist die Funkverbindung unverschlüsselt, können ungeschützte Daten laut BSI abgegriffen oder Schadsoftware auf das Gerät gebracht werden.
- Gefälschte Hotspots: Kriminelle richten laut österreichischer Verwaltung WLANs ein, die wie vertrauenswürdige öffentliche Zugänge aussehen.
- Automatisches Verbinden: Geräte verbinden sich in der Regel automatisch mit Netzwerken, die sie schon kennen. Kopien bekannter Hotspots nutzen genau das aus.
Was HTTPS schützt – und was nicht
Ruft dein Browser eine Seite über HTTPS auf, ist die Übertragung verschlüsselt: Laut BSI können Daten dann unterwegs nicht gelesen oder verändert werden. Die österreichische Verwaltung rät trotzdem, sich im öffentlichen WLAN nicht allein auf HTTPS zu verlassen, und empfiehlt HTTPS und VPN zusammen.
Der Inkognitomodus ändert daran nichts: Laut Chrome-Hilfe können Organisationen, die ein Netzwerk verwalten, deine Aktivitäten auch im Inkognitomodus beobachten. Was ein VPN leistet und was nicht, erklärt der Ratgeber VPN oder Inkognito.
So nutzt du ein öffentliches WLAN sicherer
- Schalte WLAN nur ein, wenn du es brauchst.
- Stuf das Netzwerk beim Verbinden als öffentlich ein, damit die Dateifreigabe ausgeschaltet bleibt.
- Übertrag keine vertraulichen Daten wie Passwörter oder Kartendaten – außer über ein VPN.
- Aktualisiere Browser und Betriebssystem vorher, nicht erst im Hotspot.
- Lösch den Hotspot nach der Nutzung aus der Liste der gespeicherten Netzwerke.
- Im Zweifel nutze mobile Daten statt des öffentlichen WLANs.
Häufige Fragen
Kann der Hotspot-Betreiber sehen, was ich auf einer HTTPS-Seite anschaue?
Die Inhalte einer HTTPS-Verbindung sind laut BSI bei der Übertragung verschlüsselt. Dass der Inkognitomodus nichts daran ändert, was Netzwerkbetreiber beobachten können, betont Google in der Chrome-Hilfe. Wie viel genau im Einzelfall sichtbar bleibt, hat Love8 nicht geprüft.
Ist ein VPN im Hotspot sinnvoll?
Das BSI rät, über öffentliche WLANs keine vertraulichen Daten zu übertragen, außer sie werden vorher verschlüsselt oder über ein VPN übertragen. Die österreichische Verwaltung empfiehlt, öffentliche Netzwerke immer mit HTTPS und VPN zu nutzen.
Warum verbindet sich mein Handy automatisch mit fremden WLANs?
Geräte verbinden sich in der Regel automatisch mit Netzwerken, mit denen sie schon einmal verbunden waren. Kriminelle nutzen das, indem sie Kopien bekannter öffentlicher Netzwerke einrichten – lösch gespeicherte Hotspots deshalb regelmäßig.
Weiterführende Themen
Quellen
- Sicherheits-Irrtümer: Mobile Sicherheit – Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI); abgerufen am 1. Oktober 2026.
- Öffentliche WLAN-Netzwerke: So bleibt Ihre Verbindung sicher – onlinesicherheit.gv.at – Informationsangebot der österreichischen Bundesverwaltung; abgerufen am 1. Oktober 2026.
- Welche Daten sollte der Browser verschlüsselt übertragen? – Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI); abgerufen am 1. Oktober 2026.
- Im Inkognitomodus surfen – Google Chrome-Hilfe; abgerufen am 1. Oktober 2026.
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