Japan AV · Produktcodes

Japan AV: Was ein Produktcode (品番) bedeutet und wie du ihn liest

Japanische AV-Titel – im Westen auch unter dem Kürzel „JAV“ bekannt – tragen einen Produktcode, japanisch 品番 (hinban), etwa SSIS-001. Am Code erkennst du, von welchem Studio ein Titel stammt und zu welcher Reihe er gehört, auch wenn der Titel selbst auf jeder Seite anders geschrieben wird. Erklärt werden der Aufbau der Codes, der Unterschied zwischen Studio und Label, die Begriffe „zensiert“ und „unzensiert“ sowie Einzeldarstellerinnen-Titel (単体) und Konzepttitel (企画).

Was ist ein Produktcode (品番)?

Ein Produktcode ist die Katalognummer eines einzelnen Titels. Er besteht aus einem Präfix und einer Nummer, verbunden durch einen Bindestrich – zum Beispiel SSIS-001. Das Präfix steht für Studio und Reihe, die Nummer zählt die Titel dieser Reihe in der Reihenfolge ihres Erscheinens. Titel werden je nach Seite unterschiedlich geschrieben, übersetzt oder gekürzt; der Code bleibt gleich. Deshalb benennt er einen bestimmten Titel genauer als jeder Name.

Achte beim Abschreiben auf O und 0 sowie I und 1: Wer sie verwechselt, hat einen anderen Code vor sich.

Studio und Label: was das Präfix verrät

Die beiden Begriffe liegen nah beieinander. Vereinfacht gesagt ist das Studio die Firma oder Marke, die einen Titel produziert, und das Label eine Reihe innerhalb des Studios. Das Präfix gehört zum Label: S1 ist das Studio, SSIS eine seiner Reihen. Am Präfix liest du deshalb beides zugleich ab – Studio und Reihe.

Studio

Die Firma oder Marke, die einen Titel produziert.

Label (Reihe)

Eine Reihe innerhalb eines Studios; zu ihr gehört das Präfix. Ein Studio kann mehrere Reihen nebeneinander führen und ein Präfix nach einiger Zeit durch ein neues ersetzen.

Produktcode

Präfix plus Nummer. Er benennt genau einen Titel.

Welche Präfixe zu welchem Studio gehören, steht in der Studio-Übersicht.

Codes lesen: vom Präfix zum Studio

Kennst du einige Präfixe, ordnest du einen Code ohne weitere Suche einem Studio zu. Eine Auswahl:

PräfixStudioSchwerpunkt
SSIS / SSNIS1Einzeldarstellerinnen-Titel
MIDV / MIFDMOODYZmehrere parallele Reihen, MIFD etwa für Debüts
IPZZ / IPXIdea PocketEinzeldarstellerinnen-Titel
STARS / SDJSSODvor allem Konzepttitel, mit STARS auch eine Einzeldarstellerinnen-Reihe
JUQ / JULMADONNAreife und verheiratete Frauen

Zuordnung und Schwerpunkte stammen aus dem japanischen Love8-Datenbestand und sind extern nicht geprüft; was das bedeutet, erklärt Wie Love8 Angaben prüft. Alle erfassten Präfixe stehen in der Studio-Übersicht; wie Präfixe aufeinander folgen oder nebeneinander laufen, zeigen die Seiten zu S1 und MOODYZ.

Einzeldarstellerinnen-Titel (単体) und Konzepttitel (企画)

Einzeldarstellerinnen-Titel (単体, tantai)

Eine exklusiv verpflichtete Darstellerin trägt den Titel und steht im Mittelpunkt. Als typische Beispiele nennt Love8 S1 und Idea Pocket.

Konzepttitel (企画, kikaku)

Ausgangspunkt ist eine Idee, ein Thema oder ein Setting, nicht eine bestimmte Darstellerin. Als typisches Beispiel nennt Love8 SOD; Prestige führt laut Love8 beide Formen nebeneinander.

Wofür die Unterscheidung nützt

Suchst du Titel einer bestimmten Darstellerin, führen dich Einzeldarstellerinnen-Reihen weiter, suchst du ein Thema, eher Konzeptreihen. Zusammen mit dem Präfix grenzt du so schnell ein, was hinter einem Code steckt.

„Zensiert“ und „unzensiert“: was die Begriffe bedeuten

Titel, die in Japan regulär vertrieben werden, erscheinen mit Mosaik: Bestimmte Bildbereiche sind verpixelt. In diesem Sinn heißen sie „zensiert“. „Unzensiert“ (無修正, mushūsei) bezeichnet Material ohne diese Verpixelung. Eine ausdrückliche gesetzliche Pflicht zur Verpixelung enthält das japanische Strafgesetzbuch nicht. Es stellt in Art. 175 die Verbreitung und das öffentliche Zurschaustellen obszöner Schriften, Bilder oder elektronischer Aufzeichnungen unter Strafe; die Verpixelung wird als Praxis der Branche und ihrer Prüfstellen vor diesem Hintergrund erklärt. Quelle und Abrufdatum nennt die Studio-Übersicht.

Das alles betrifft japanisches Recht. Was in Deutschland, Österreich oder der Schweiz für das Ansehen oder den Kauf solcher Titel gilt, hat Love8 nicht geprüft; die allgemeinen Regeln der drei Länder stehen unter Rechtslage. Wirbt eine Seite mit „unzensierten“ Fassungen und drängt dich zu Downloads oder Zahlungen, hilft dir Fake-Porno-Seiten erkennen bei der Einschätzung.

Häufige Fragen

Zu welchem Studio gehört SSIS?

Zu S1, vollständig S1 No.1 Style. Im japanischen Love8-Datenbestand ist SSIS die jüngste von fünf S1-Generationen, nach ONED, SOE, SNIS und SSNI; ob S1 inzwischen ein neueres Präfix verwendet, hat Love8 nicht geprüft. Mehr dazu auf der Seite zu S1.

Warum hat ein Studio mehrere Präfixe?

Weil Studios Präfixe im Lauf der Zeit ablösen und mehrere Reihen nebeneinander führen. Bei S1 folgten die Präfixe laut Love8-Datenbestand nacheinander, MOODYZ dagegen hat eigene Reihen etwa für Debüts (MIFD) und für Realverfilmungen von Manga- oder Anime-Vorlagen (MIMK). Ein älteres oder ungewohntes Präfix steht deshalb nicht automatisch für ein anderes Studio.

Was, wenn ein Präfix in keiner Love8-Liste steht?

Dann hat Love8 es nicht erfasst – das heißt nicht, dass es das Studio oder die Reihe nicht gibt. Prüfe zuerst die Liste der Studios ohne eigene Seite in der Studio-Übersicht; findest du den Titel bei einem Händler, sieh in dessen Produktangaben nach, welches Studio dort genannt ist.

Ist JAV in Deutschland legal?

Das hat Love8 für japanische Titel nicht geprüft; die Angaben zum japanischen Recht auf dieser Seite betreffen nur Japan. Was das deutsche Strafrecht allgemein zu Pornografie regelt, erklärt die Seite zu § 184 StGB; Österreich und die Schweiz haben eigene Gesetze, siehe Rechtslage.

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