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Phishing-Mails erkennen: wenn die Plattform nicht die Plattform ist

Phishing-Mails sind heute oft gut formuliert; Tippfehler sind laut BSI nur noch selten ein eindeutiger Hinweis. Misstrauisch solltest du werden, wenn eine Mail Druck macht, droht, nach Passwörtern oder Kartendaten fragt oder von einem bekannten Absender mit einem ungewöhnlichen Anliegen stammt.

Stand: 1. Oktober 2026

Die Warnzeichen nach dem BSI

Absender und Links prüfen

Hinter dem angezeigten Absendernamen steckt bei Phishing-Mails laut BSI oft eine andere Adresse. In einem gängigen E-Mail-Programm siehst du sie, wenn du mit der Maus über die Absenderzeile fährst, ohne zu klicken.

Bei Links gilt dasselbe: Eine Adresse kann den Namen des echten Anbieters enthalten und trotzdem falsch sein, etwa durch zusätzliche Zahlen oder Zeichen. Links von Kurz-URL-Diensten verbergen das eigentliche Ziel; im Zweifel klickst du sie nicht an.

Das Schloss-Symbol oder „https://“ in der Adresszeile beweist dabei nichts: Laut BSI erwerben auch immer mehr Phishing-Betrüger die dafür nötigen Zertifikate (Was das Schloss-Symbol bedeutet).

Mails im Namen von Plattformen und Zahlungsdiensten

Zahlungsdienstleister wie CCBill verschicken eigene Mails, etwa nach einer abgelehnten Zahlung. Eine solche Mail ist deshalb nicht automatisch echt – aber auch nicht automatisch falsch. Statt auf einen Link in der Mail zu klicken, rufst du die Supportseite des Dienstleisters selbst auf, über eine Adresse, die du sicher kennst, etwa von der Seite Unbekannter Name auf der Abrechnung.

Verlangt eine Mail eine Altersprüfung mit Ausweis- oder Kartendaten, gilt dasselbe: Eine echte Altersprüfung findet auf der Website selbst statt, nicht über einen Link aus einer Mail (Geschlossene Benutzergruppe).

Wenn du schon geklickt hast

  1. Ändere das Passwort des betroffenen Kontos sofort – über die echte Website, nicht über den Link aus der Mail.
  2. Hast du Kartendaten eingegeben, informiere deine Bank (Rückbuchung).
  3. Schalte die Zwei-Faktor-Authentisierung ein (Konto absichern).
  4. Melde den Betrugsversuch. Das BSI verweist für eine Strafanzeige auf die Onlinewachen der Länder und die örtliche Polizeidienststelle und nennt das Phishing-Radar als Meldestelle für neue Phishing-Mails.

Häufige Fragen

Sind Mails ohne Tippfehler echt?

Nicht unbedingt. Laut BSI sind Tippfehler nur noch selten ein eindeutiger Hinweis, weil Kriminelle professioneller vorgehen. Achte auf Druck, Drohungen, Fragen nach Passwörtern oder Kartendaten und auf den echten Absender.

Fragt meine Bank per Mail nach meiner PIN?

Die Aufforderung, vertrauliche Daten wie eine PIN einzugeben, ist laut BSI ein typisches Merkmal von Phishing. Auch eine TAN-Abfrage, obwohl du gar keine Zahlung ausgelöst hast, ist nach dem BSI ein klares Indiz für eine gefälschte Seite.

Was, wenn die Mail meine richtigen Daten enthält?

Das macht sie nicht glaubwürdiger. Laut BSI kann eine Spam- oder Phishing-Mail mit korrekten persönlichen Daten ein Hinweis darauf sein, dass jemand bereits Zugang zu einem deiner Konten hatte (Datenleck).

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Quellen

Stand dieser Seite: 1. Oktober 2026. Angaben der Quellen können sich seither geändert haben.

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