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Pop-ups und falsche Warnungen: Was echt ist und wie du reagierst
Meldet ein Fenster auf einer Website, dein Gerät sei infiziert, du hättest gewonnen oder ein Update sei nötig, ist das keine Prüfung deines Geräts: Ein Fenster auf einer Website kann dein Gerät nicht auf Viren untersuchen. Laut BSI können solche Pop-ups dir schädliche Downloads oder Webseiten anbieten. Schließ sie über den Tab, installier nichts und gib nichts ein.
Woran du eine falsche Warnung erkennst
- Sie erscheint innerhalb einer Website. Sie ist Teil der Seite, nicht eine Meldung deines Schutzprogramms oder deines Browsers.
- Sie will, dass du etwas installierst. Fordert dich ein Fenster zu einem Update auf, obwohl du automatische Updates eingeschaltet hast, deutet das laut BSI auf einen schädlichen Download hin.
- Sie macht Druck. Countdown, Alarmton, „sofort handeln“: Du sollst klicken, bevor du nachdenkst.
- Sie verlangt eine Tastenkombination. Das BSI beschreibt gefälschte Captchas, bei denen genau diese Eingabe ein Schadprogramm startet.
- Du hast angeblich gewonnen. Ein Gewinn bei einem Spiel, an dem du nie teilgenommen hast, ist ein Köder.
So sehen echte Warnungen aus
Chrome zeigt bei Seiten, die Google Safe Browsing als unsicher eingestuft hat, eine ganzseitige rote Warnung „Gefährliche Website“; Google rät, eine solche Seite nicht zu besuchen. Diese Warnung kommt vom Browser selbst und ersetzt die ganze Seite (Browser-Warnung „Gefährliche Website“). Ein installiertes Schutzprogramm meldet sich über sein eigenes Fenster, nicht über eine Website.
So schließt du das Fenster
- Schließ den Tab über die Tab-Leiste des Browsers. Klick nicht auf „OK“, „Reparieren“, „Abbrechen“ oder das „X“ im Fenster selbst: Auch diese Flächen können zur Werbung gehören.
- Lässt sich die Warnung nicht schließen, beende den Browser komplett und starte ihn neu.
- Bietet der Browser danach an, die letzten Tabs wiederherzustellen, lehn das ab und öffne die auslösende Seite nicht erneut.
Was hinter falschen Warnungen stecken kann
- ein angebliches Schutzprogramm oder Update, das selbst Schadsoftware ist – laut BSI kann ein Klick auf den Link in einem solchen Fenster zu einer Infektion führen,
- ein angeblicher Support, der für die „Reparatur“ Geld oder Fernzugriff auf dein Gerät verlangt,
- ein Formular, in dem du Kartendaten für ein Abo eingibst (Abo-Fallen erkennen),
- eine Anfrage, dir Benachrichtigungen schicken zu dürfen – erlaubst du sie, kann die Seite dir auch später noch Meldungen schicken (Push-Benachrichtigungen loswerden).
Wenn du etwas heruntergeladen, eingegeben oder angerufen hast
- Etwas heruntergeladen oder installiert: Untersuch dein Gerät mit einem aktuellen Virenschutzprogramm. Bei einer bestätigten Infektion rät das BSI, das gesamte System neu aufzusetzen und erst danach die Passwörter zu ändern.
- Einen „Support“ angerufen oder Fernzugriff erlaubt: Behandle das Gerät als infiziert. Das BSI rät, einen Befall bei der örtlichen Polizeidienststelle oder über die Onlinewache der Polizei zu melden.
- Kartendaten eingegeben oder bezahlt: Ruf deine Bank an; welche Wege es gibt, Geld zurückzuholen, steht unter Rückbuchung.
Vorbeugen
- Pop-up-Blocker eingeschaltet lassen. Pop-ups lassen sich laut BSI über den Browser meist vollständig blockieren.
- Einen Werbeblocker erwägen. Das BSI nennt Werbeblocker als eine Möglichkeit, sich vor Schadprogrammen aus Werbebannern zu schützen. Auch Love8 zeigt Werbung; die Empfehlung gilt trotzdem.
- Browser aktuell halten. Schadcode in Werbebannern nutzt laut BSI Lücken im Browser und in seinen Plugins aus (Malvertising).
- Benachrichtigungen nur Seiten erlauben, die du kennst. Chrome blockiert laut Google Benachrichtigungen von Websites mit aufdringlichen oder irreführenden Benachrichtigungen automatisch.
Häufige Fragen
Die Warnung nennt mein Gerät und meinen Standort – ist sie dann echt?
Nein. Websites können laut BSI Angaben wie IP-Adresse, Browser, Betriebssystem, Zeitzone oder Sprache erfassen. Eine Warnung kann diese Angaben einblenden, ohne dein Gerät untersucht zu haben.
Warum tauchen die Warnungen auch auf anderen Seiten auf?
Hast du einer Seite Benachrichtigungen erlaubt, kommen die Meldungen von dort. Öffnen sich beim Surfen dagegen vermehrt Werbefenster, kann laut BSI Adware auf deinem Gerät die Ursache sein; dann untersuchst du das Gerät mit einem aktuellen Virenschutzprogramm.
Habe ich mir einen Virus eingefangen, nur weil ich geklickt habe?
Nicht zwingend. Laut BSI kann aber schon ein Klick auf einen Link in einem solchen Fenster zu einer Infektion führen. Hast du nichts heruntergeladen oder eingegeben, schließ den Tab, halte Browser und Betriebssystem aktuell und prüf das Gerät im Zweifel mit deinem Schutzprogramm.
Weiterführende Themen
Quellen
- Der Browser – Gefahren und Risiken – Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI); abgerufen am 1. Oktober 2026.
- Adblocker & Tracking – Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI); abgerufen am 1. Oktober 2026.
- Warnungen vor unsicheren Websites – Computer – Google Chrome-Hilfe; abgerufen am 1. Oktober 2026.
- Benachrichtigungen erhalten – Computer – Google Chrome-Hilfe; abgerufen am 1. Oktober 2026.
- Hinweis im Seitenfuß von Love8 – eigene Angaben von Love8.
- Schadprogramme – Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI); abgerufen am 1. Oktober 2026.