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Mit Karte zahlen: Kartendaten schützen und wissen, was auf der Abrechnung steht

Beim Bezahlen mit Karte geht es um zwei verschiedene Dinge: dass deine Kartendaten nicht in falsche Hände geraten, und dass der Kauf auf deiner Abrechnung nicht mehr verrät als nötig. Das Erste hast du weitgehend selbst in der Hand. Beim Zweiten hilft ein neutraler Abrechnungsname – unsichtbar wird die Zahlung dadurch aber nicht.

Kartendaten nur auf der echten Bezahlseite eingeben

Die zusätzliche Bestätigung schützt dich

Bei Karten europäischer Banken verlangt die überarbeitete EU-Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) für Online-Käufe eine zusätzliche Bestätigung, die starke Kundenauthentifizierung. CCBill beschreibt außerdem 3-D Secure als Online-Protokoll, das Kartenzahlungen gegen Betrug absichert. Bestätige nur Zahlungen, die du gerade selbst ausgelöst hast, und vergleiche den angezeigten Betrag mit dem auf der Bezahlseite. Wirst du nach einer TAN gefragt, ohne eine Zahlung ausgelöst zu haben, ist das laut BSI ein klares Indiz für eine gefälschte Seite.

Scheitert die Zahlung an dieser Stelle, erklärt Karte abgelehnt, woran es liegen kann.

Karte speichern? Nur mit gutem Grund

Eine gespeicherte Karte macht den nächsten Kauf bequem – auch den, den du dir sonst zweimal überlegt hättest. Wer nur gelegentlich kauft, lehnt das Speichern besser ab und vermeidet so ungewollte Folgekäufe. Achte außerdem auf Funktionen, die gespeicherte Zahlungsdaten selbstständig belasten: Chaturbate etwa kauft bei eingeschalteter automatischer Nachfüllung laut Nutzungsbedingungen dasselbe Token-Paket erneut, sobald dein Guthaben eine von dir gewählte Grenze erreicht.

Bietet deine Bank virtuelle Karten oder Karten mit eigenem Limit an, kannst du damit begrenzen, wie viel eine Website höchstens abbuchen kann. Unsichtbar wird die Zahlung dadurch nicht: Bei deiner Bank erscheint sie trotzdem.

Was auf der Abrechnung steht

Rechnet ein Zahlungsdienstleister ab, steht dessen Bezeichnung auf der Abrechnung. Abo-Käufe über CCBill erscheinen laut CCBill als „CCBill.com“ oder „CCBillEU“, zusammen mit einer gebührenfreien Support-Telefonnummer; bei Verotel steht laut Verotel „vtsup.com“ dort. Wie Epoch auf der Abrechnung erscheint, hat Love8 nicht geprüft.

Ob ein Name den Kauf verrät, weißt du erst, wenn du die genaue Bezeichnung kennst. Was hinter den einzelnen Namen steckt: Unbekannter Name auf der Abrechnung.

Diskret heißt nicht anonym

Ein neutraler Name hält die Website vom Kontoauszug fern, mehr nicht. Die Website kennt dein Konto und deine Käufe, der Zahlungsdienstleister deine Kartendaten, und deine Bank verbucht die Zahlung. Wer Zugriff auf dein Bankkonto, deine Banking-App oder die Kartenabrechnung hat – etwa weil ihr ein Konto teilt –, sieht den Posten ebenfalls und kann darauf schließen, dass du online etwas gekauft hast. Wer den Namen nachschlägt, kann herausfinden, dass dahinter ein Zahlungsdienstleister steckt.

Wie du im Alltag diskret bleibst – bei Gerät, E-Mail und Benachrichtigungen –, erklärt Diskret auf Live-Cam-Seiten bleiben.

Nach dem Kauf: Abrechnung prüfen

Häufige Fragen

Kann ich vor dem Kauf sehen, was auf der Abrechnung stehen wird?

Bei CCBill ja: Laut CCBill steht die genaue Bezeichnung für die jeweilige Website schon auf der Bezahlseite. Stripchat hat in seinem Hilfebereich ein eigenes Thema dazu, wie Zahlungen auf dem Kontoauszug erscheinen. Für andere Plattformen und Dienstleister hat Love8 das nicht geprüft.

Ist eine Kartenzahlung auf einer Erwachsenen-Website anonym?

Nein. Website, Zahlungsdienstleister und Bank sehen den Kauf. Ein neutraler Abrechnungsname macht ihn nur auf dem Kontoauszug unauffälliger.

Was tue ich, wenn ich Kartendaten auf einer falschen Seite eingegeben habe?

Informiere sofort deine Bank oder deinen Kartenausgeber und lass die Karte sperren. Zahlungen, die du nicht freigegeben hast, muss die Bank in Deutschland unverzüglich erstatten, wenn du sie meldest.

Weiterführende Themen

Quellen