Sicherheit & Kosten

Kostenlose Pornoseiten: Werbung, Tracking und Risiken einschätzen

Auf einer kostenlosen Pornoseite zahlst du kein Geld, finanzieren muss sich die Seite trotzdem. Laut BSI setzen Website-Betreiber für kostenlose Inhalte gern auf Online-Werbung, die unter anderem mithilfe von Tracking ausgewählt wird. Daraus ergeben sich die Risiken: Schadcode in Werbebannern, Datensammlung über Websites hinweg und Weiterleitungen auf Kopien oder Abo-Formulare.

Wie sich kostenlose Pornoseiten finanzieren

Werbeinhalte werden laut BSI von sogenannten Ad-Servern ausgeliefert, und welche Werbung du siehst, wird unter anderem mithilfe von Tracking ausgewählt. Auf die ausgelieferte Werbung haben Seitenbetreiber laut BSI nur wenig Einfluss, weil die Werbeplätze von externen Anbietern vergeben werden.

Dazu können Partnerlinks kommen: Vergleichs- und Empfehlungsseiten verlinken kostenpflichtige Angebote und können an einem Kauf eine Provision verdienen – auch Love8 (Partnerlinks und Werbung erkennen).

Womit du stattdessen bezahlst

Aufmerksamkeit

Werbeflächen, Pop-ups und Anzeigen, die wie Buttons aussehen (Falsche Buttons und Weiterleitungen).

Daten

Tracking über Cookies und Fingerprinting erfasst laut BSI Daten über Websites hinweg, etwa IP-Adresse, besuchte Seiten und Browser. Vermarkter legen daraus Profile an, um Werbung gezielt auszuliefern (Browser-Fingerprinting).

Spuren auf dem Gerät

Ohne Anmeldung gibt es kein Konto, dessen Passwort abgegriffen werden kann. Verlauf, Cookies und heruntergeladene Dateien entstehen trotzdem (Privates Surfen).

Welche Risiken dazukommen

So schützt du dich

Häufige Fragen

Sind kostenlose Pornoseiten gefährlicher als kostenpflichtige?

Sie haben andere Risiken. Bei kostenlosen Seiten stehen Werbung und Tracking im Vordergrund, bei kostenpflichtigen kommen Zahlungsdaten, Abos und Abbuchungen unter fremdem Namen dazu. Welche Art von Angebot zu dir passt, vergleicht Pornoseiten oder Live-Cams.

Schützt mich der Inkognito-Modus?

Vor allem vor Spuren auf deinem eigenen Gerät. Laut Google macht dich der Inkognitomodus nicht unsichtbar: Websites können weiterhin Informationen über dich erheben, auch wenn du nicht angemeldet bist. Cookies aus der Sitzung löscht Chrome laut Google, sobald du sie beendest.

Sind kostenlose Pornoseiten in Deutschland legal?

Für Anbieter gilt in Deutschland § 4 Abs. 2 JMStV: Pornografische Angebote in Telemedien sind nur zulässig, wenn der Anbieter sicherstellt, dass ausschließlich Erwachsene Zugang haben; ob ein bestimmtes Angebot das erfüllt, hat Love8 nicht geprüft. Für dich als Nutzer gilt: § 184 StGB bestraft nicht, dass Erwachsene Pornografie ansehen, sondern bestimmte Arten der Weitergabe, etwa an Personen unter 18 Jahren; bei kinder- und jugendpornografischen Inhalten sind nach §§ 184b und 184c StGB unter bestimmten Voraussetzungen auch Abrufen und Besitz strafbar (§ 184 StGB).

Weiterführende Themen

Quellen

Kostenlos heißt nicht risikolos: Halte deinen Browser aktuell, installier nichts, was dir eine Seite aufdrängt, und gib auf Gratis-Seiten keine Kartendaten ein.

Malvertising verstehen