Sicherheit · Überblick

Sind Erwachsenen-Websites sicher? Risiken und woran du seriösere Seiten erkennst

Nicht automatisch – aber auch nicht von vornherein unsicher. Die Risiken liegen an vier Stellen: in der Werbung, in nachgeahmten Seiten, beim Bezahlen und bei den Daten, die du hinterlässt. Ob eine Seite seriös arbeitet, kannst du an einigen Merkmalen prüfen; eine Garantie ist keines davon.

Wo die Risiken liegen

Werbung

Werbeplätze werden laut BSI von externen Anbietern vergeben, und Kriminelle können solche Plätze kapern, um Schadsoftware zu verbreiten. Das betrifft nicht nur unseriös wirkende Seiten: Oft werden gerade Banner populärer Seiten missbraucht, schreibt das BSI. Mehr dazu: Malvertising.

Nachgeahmte Seiten

Kopien bekannter Angebote sehen fast echt aus; der Unterschied steckt in der Adresse. Sie wollen an Zugangs- oder Kartendaten oder dich zu einem Download bringen. Mehr dazu: Fake-Pornoseiten erkennen.

Bezahlen

Ärger entsteht, wenn aus einem Testzugang ein Abo wird oder eine Abbuchung unter einem Namen erscheint, den du nicht zuordnen kannst. Mehr dazu: Abo-Fallen erkennen.

Daten

Tracking über Cookies und Fingerprinting erfasst laut BSI Daten über Websites hinweg, etwa die IP-Adresse, zuvor besuchte Seiten und den verwendeten Browser. Dazu kommen Spuren auf deinem eigenen Gerät. Mehr dazu: Datenschutz bei Erwachsenen-Websites.

Woran du seriösere Seiten erkennst

Kein einzelnes Merkmal beweist, dass eine Seite seriös ist. Zusammen helfen dir diese Punkte, sie einzuschätzen:

Warnsignale: Hier brichst du ab

Was du selbst tun kannst

Häufige Fragen

Kann ich mir auf einer Pornoseite einen Virus einfangen?

Ja, das ist möglich, sogar ohne Klick: Laut BSI kann Schadcode in Werbebannern Lücken im Browser ausnutzen, und die Infektion geschieht dann schon durch das Aufrufen der Seite. Andere Wege setzen voraus, dass du mitmachst – also einen Download öffnest, ein angebliches Update installierst oder einer ungewöhnlichen Aufforderung folgst. Ein aktueller Browser und ein Werbeblocker senken das Risiko (Malvertising).

Sind große, bekannte Seiten automatisch sicherer?

Nicht automatisch. Laut BSI beschränken sich schädliche Werbebanner nicht auf unseriös erscheinende oder unbekannte Seiten; oft werden gerade Banner populärer Seiten missbraucht. Dazu kommt, dass Kopien gerade bekannte Angebote nachahmen – die Adresse prüfst du also auch bei einer bekannten Seite.

Sind kostenlose oder kostenpflichtige Seiten sicherer?

Sie haben unterschiedliche Risiken. Kostenlose Inhalte finanzieren Website-Betreiber laut BSI gern über Online-Werbung; dort geht es vor allem um Malvertising und Tracking. Bei kostenpflichtigen Seiten kommen deine Zahlungsdaten, Abos und Abbuchungen unter fremdem Namen dazu (Kostenlose Pornoseiten).

Ist das Ansehen von Pornoseiten in Deutschland strafbar?

§ 184 StGB bestraft in Deutschland nicht, dass Erwachsene Pornografie ansehen, sondern bestimmte Arten der Weitergabe: etwa wenn jemand einen pornografischen Inhalt einer Person unter 18 Jahren anbietet, überlässt oder zugänglich macht (Abs. 1 Nr. 1) oder ihn jemandem ungefragt zukommen lässt (Abs. 1 Nr. 6). Anders ist es bei kinder- und jugendpornografischen Inhalten: Dort sind nach §§ 184b und 184c StGB unter bestimmten Voraussetzungen auch das Abrufen und der Besitz strafbar. Mehr dazu: § 184 StGB.

Weiterführende Themen

Quellen

Sicher heißt nicht risikofrei: Prüf die Adresse, bevor du etwas eingibst, und brich ab, wenn dich eine Seite drängt.

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